Bischof vom Toggenburg SG

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Bischof vom Toggenburg SG

Beitrag von Wolf » Do 1. Dez 2005, 00:31

Gemäss Familiennamenbuch sind Bischof seit vor 1800 Bürger von Wildhaus sowie Stein im Toggenburg. Dazu ist anzumerken, dass es vor 1800 im Toggenburg noch kein Gemeindebürgerrecht gab - das äbtische "Gotteshausmannsrecht" war nicht an eine Gemeinde gebunden. Weitere Bürgerrechte vor 1800 im (heutigen) Kanton St.Gallen sind: Eggersriet, Grub [neu ebenfalls Eggersriet], Rorschacherberg.

Josef Bischof hat die Toggenburger Familien erforscht und seine Ergebnisse in dem Buch "Bischof vom Toggenburg - 500 Jahre Familiengeschichte im Zeitraum der Jahre 1500 bis 2000" publiziert.

Darüber berichtet das St.Galler Tagblatt am 31.05.2005:

Eine grosse Familie
Familientreffen und Wappenweihe des Geschlechts Bischof in Stein


Über 900 Angehörige der Familie Bischof vom Toggenburg fanden sich am Sonntag im Festzelt in Stein zu einer einmaligen Familienfeier ein. Nebst der Vorstellung des Buches «Bischof vom Toggenburg» weihten die Bischofs auch gleich ihr neues Familienwappen ein.

Katharina Rutz

«Michael Bischoff, geboren vor 1610, und Barbara Ziebach, geboren um 1617, waren mit Sicherheit unsere direkten Vorfahren», heisst es im Buch, in dem 500 Jahre Geschichte der Familie Bischof zusammengefasst ist. Michael Bischoff-Ziebach sei Bauer in Lutenwil, Nesslau, gewesen und Nachkomme aus dem alten Toggenburger Landleutegeschlecht Bischoff aus dem Chüeboden in Alt St. Johann und aus dem Moos in Wildhaus. Sie seien die Ururgrosseltern der Stammväter Bischof, die sich fast 200 Jahre später in Stein bzw. in Wildhaus ansiedelten, wie man aus dem Buch erfährt. Und von diesen zwei Vorfahren stammen alle am Sonntag Anwesenden ab. Es waren mehr als 900 Personen aus fast allen Kantonen der Schweiz. Vor allem aber kamen sie natürlich aus Stein und Wildhaus.

Zusätzlich Kontakt pflegen
Zusammen feierten sie ein grosses Familienfest. Alle Gäste wurden an ihrem jeweiligen Familientisch plaziert. «Um unter sich zusätzlich Kontakt zu pflegen», wie der Organisator und Buchautor Josef Bischof in seiner Einladung zum Treffen geschrieben hatte. Dieser Kontakt pflegten die Bischofs lebhaft, wie der Geräuschpegel im Zelt bewies. Die Musikgesellschaft Stein begrüsste die eintreffenden Gäste mit einigen Stücken. Es verging einige Zeit bis alle ihren Familienstammtisch gefunden hatten und etwas Ruhe einkehrte. Dann konnte aber doch mit dem offiziellen Festakt begonnen werden.

Vier Jahre Arbeit
Nach der offiziellen Begrüssung durch den Präsidenten der Ortsgemeinde Stein, Hans Bischof, trat der Autor des Buches «Bischof vom Toggenburg - 500 Jahre Familiengeschichte im Zeitraum der Jahre 1500 bis 2000» ans Rednerpult. «Vier Jahre Rentnerleben» hat es Josef Bischof gekostet um 500 Jahre Geschichte auf Hochglanzpapier zu bannen. «Morgen werde ich also sozusagen zum zweiten Mal pensioniert», lachte der ehemalige Gemeindepräsident von Stein. Im Vorwort zu seinem Buch schreibt Bischof: «Bei der Erforschung der eigenen Familiengeschichte geht es nicht nur darum eine Stammtafel soweit wie möglich in die Vergangenheit zurück zu erarbeiten, sondern eben auch zu ergründen, wo und wie unsere Vorfahren wohl gelebt haben». Mit seiner Arbeit kann Josef Bischof belegen, dass Bischof zu den ältesten Toggenburger Geschlechtern gehört. Über 500 Fotos und mehr als 2000 Personendaten hat Josef Bischof anlässlich seiner Forschungstätigkeit bearbeitet. «Ich habe euch also alle einmal in den Händen gehabt», erklärt der Autor. Jede einzelne Person hat Josef Bischof in ein spezielles Programm zur Ahnenforschung eingegeben.

Bild
Familienwappen Bischof
Von Walter Fuchs, in dessen Druckerei das Buch produziert wurde, erhielt Josef Bischof eine Wappenscheibe und Briefbogen mit dem neuen Familienwappen. Das Wappen wurde am Sonntag feierlich eingeweiht. Den Wappentext verlas Ruth Bischof-Amman, Präsidentin der Musikgesellschaft Stein. Das Wappen wurde von Benni und Ivan Bischof langsam entrollt und von den Bischofs mit viel Applaus gewürdigt. Doch warum gaben sich die Bischofs überhaupt ein neues Wappen? Die Vorfahren der Bischofs waren über Jahrhunderte hinweg Bergbauern, Sennen, Holzer, Hafner, Maurer und Zimmermänner, wie der interessierte Leser der Stammtafeln im Buch rasch herausfindet. Doch niemand habe während der früheren Jahrhunderte ein öffentliches Amt als Ammann oder Richter betreut. «Darin liegt es, dass Josef Bischof nie auf ein Wappen stiess, das seiner Familie wirklich zusteht», erklärt der Heraldikfachmann Ernst Alther. Doch in der Schweiz steht jedermann das Wappenrecht zu. Deshalb wurde für das Geschlecht Bischof kurzerhand ein neues Familienwappen geschaffen. Es stellt «drei leicht ausgebogene grüne Bergspitzen» dar, «darauswachsend zwei blaue Enzianblüten mit grünen Stielen», wie es in der offiziellen Beschreibung heisst. Das Stoffwappen, das von der Firma Tschudi Technologie gedruckt und zur Einweihung entrollt wurde, schenkten die Bischofs auch gleich dem Autor ihres Ahnenbuches. Nach dem Festakt im Zelt genossen die Bischofs das Mittagessen, begleitet von einigen urchigen Musikeinlagen wie Schellenschütten, Jodeln und Alphornklängen.
- Editiert von Wolf am 01.12.2005, 12:40 -


Wolf Seelentag, St.Gallen
Mitglied der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Ostschweiz (GHGO) - https://www.ghgo.ch/
Eingesetzte Software: Ahnenforscher

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